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„So entstehen
Resonanzräume,
in denen
Bewegung, Klang
und Bild einander
ergänzen und
gegenseitig
erweitern.“
treten in einen lebendigen Dialog mit den Videoaufnahmen von Andreas Höfer. Aus dem Zusammenspiel von
Bild, Klang und Bewegung entsteht eine eigenständige
Bühnenkomposition, die nur im unmittelbaren Live-Moment existieren kann. Dabei begegnen sich Aufnahmen
der Vergangenheit und das Geschehen der Gegenwart,
um immer wieder neue Bedeutungen zu erzeugen. So
wird Zeit nicht linear erzählt, sondern als kontinuierlicher Prozess erfahrbar, in dem Vergangenheit, Gegenwart
und Zukunft miteinander in Beziehung treten“, erläutert
Silvia Salzmann, wie der Gedanke des ersten Teils im
Herbst in eine Bühnenproduktion übersetzt werden
soll. In dem Videomaterial vom Sommer sehen sie und
Folkert Uhde große Vorteile für das Gesamtergebnis.
So erklärt er: „Durch die Videoebene haben wir die
Möglichkeit, Vergangenes immer neu zu erleben – in Echtzeit, beschleunigt, extrem verlangsamt oder auch rückwärts. Zusammen mit den Live-Performances ergeben sich
dadurch ungeahnte Möglichkeiten der Betrachtung des Augenblicks.“ Silvia Salzmann
sieht darin außerdem noch einen weiteren Vorteil. Sie meint: „Durch das Zusammenwirken von Video, Musik und Tanz entsteht eine vielschichtige Wahrnehmungsebene, die den
flüchtigen Moment nicht nur dokumentiert, sondern transformiert. Videosequenzen halten
Details fest, die im unmittelbaren Erleben oftmals verborgen bleiben, und überführen sie
in neue räumliche und zeitliche Zusammenhänge. So entstehen Resonanzräume, in denen
Bewegung, Klang und Bild einander ergänzen und gegenseitig erweitern.“
Viele Menschen sind nicht nur bei den Sommer-MOZ für dieses Projekt gemeinsam auf die
spontanen Bühnen der Stadt gekommen, zahlreiche Künstler:innen werden auch im Herbst
wieder daran beteiligt sein. Alle bringen ihre eigene künstlerische Sprache mit. Wie findet
man dabei einen gemeinsamen Nenner? „Das Spannende ist ja eigentlich, verschiedene Sprachen zu einer besonderen Collage zusammenzuführen – die einzelnen Sprachen ergänzen
sich dabei perfekt: Jede Sprache hat ihre eigenen Ausdrucksmöglichkeiten, aber auch ihre
Grenzen. In der Kombination liegt der Reiz“, lautet Folkert Uhdes Antwort.
Silvia Salzmann fügt außerdem hinzu, dass „die grundlegende Zutat unserer Zusammenarbeit Vertrauen ist. Jede:r ist Expert:in auf dem eigenen Gebiet. Ich schätze es sehr, die
Verantwortung für die Choreografie zu tragen und die letztendliche Entscheidung zu
treffen. Das schafft Klarheit – schließlich gibt es im künstlerischen Prozess, anders als bei
einer Mathematikaufgabe, selten nur eine richtige Lösung. Eine meiner Stärken ist es, den
Überblick über die unterschiedlichen künstlerischen Sprachen und Genres zu behalten und
ihre Verbindungen sichtbar zu machen. Gleichzeitig ist das Zuhören ein wesentlicher Teil
meiner Arbeitsweise. Jede:r Tänzer:in bringt sich aktiv in den Prozess ein, hinterfragt den
Spannungsbogen ebenso wie einzelne Bewegungsabläufe und kennt die eigenen Stärken und
MOZ - MONTFORTER ZWISCHENTÖNE MAGAZIN - N.02 - HERBST 2026
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