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PORTRÄT NADINE PRÄG
Methan ist neben Kohlendioxid (CO2) das zweite wesentliche Treibhausgas. Da es um ein
vielfaches stärker wirkt als CO2, gilt es als besonders problematisch. Etwa ein Drittel der
derzeitigen Klimaerwärmung geht laut eines EU-Berichts auf Methan-Emissionen in die
Atmosphäre zurück. Wie das Treibhausgas von Mikroorganismen ausgestoßen und wiederum aufgenommen wird, beschäftigt die Forscherin in ihrer Arbeit. Denn Mikroorganismen können Methan abbauen. Ein Thema, das in Zeiten, in denen der Klimawandel
tagtäglich zu spüren ist, so aktuell ist wie nie. Und zukunftsgerichtet. „Wir wissen immer
besser darüber Bescheid, wie viel Diversität im Boden steckt. Und ich habe auch das Gefühl, das Bewusstsein bei den Menschen dafür ist gestiegen, das gibt Hoffnung“, sagt Präg.
Es sei wichtig zu verstehen, dass der Boden wie Wasser und Luft auch ein Lebensraum
für Tiere, Pflanzen und winzige Organismen sei. Von denen alle abhängen. „Ich beschäftige mich jeden Tag mit zentralen gesellschaftlichen Themen. Nahrung wächst nur auf
fruchtbarem Boden. Aber was zeichnet einen gesunden Boden aus? Boden ist Leben, das
müssen wir verstehen.“ Wenn man einen Lebensraum zubetoniere, versiegele, strapaziere, dann sei es nur natürlich,
dass die Diversität darin abnehme. Besonders beschäftigt
sie die Fragestellung, wie Bakterien, Pilze und Archaeen
auf verschiedene Einflüsse von außen reagieren: etwa auf
Dünger, Temperatur, Kohlenstoff. Und welche Organismen den Boden wieder verbessern können. Denn intakter
Boden, der als Acker- und Weideland genutzt werden
kann, wird derzeit immer knapper, schreibt auch das
Umweltministerium. Ein wichtiges Ziel im Bodenschutz
sei darum sicherzustellen, dass Böden ihre Funktionen
„Wir wissen immer
besser darüber
Bescheid, wie viel
Diversität im Boden
steckt.“
MOZ - MONTFORTER ZWISCHENTÖNE MAGAZIN - N.02 - HERBST 2026
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