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PORTRÄT NADINE PRÄG
Auch, wenn es in der Grundlagenforschung Rückschläge gibt und Frustration ausgehalten
werden müsse.
„Meine Forschung wirft oft mehr Fragen auf, als dass sie Antworten bringt. Wissenschaft
ist selten geradlinig.“ Erkenntnisse entstehen Schritt für Schritt. Zur Anwendung kommt
ihre Forschung zum Teil aber jetzt schon: Für Versuche in der Landwirtschaft hat sie
bereits Samen mit Mikroorganismen versehen, um den Pflanzen einen Startvorteil zu verschaffen, erklärt die Biologin. Diese Pflanzen könnten Methan besser aufnehmen. Auch im
alpinen Gelände forscht sie an Böden, die sich aktuell bilden. Dort erkenne man direkt, wie
die Klimaerwärmung sich auf den Boden auswirkt.
Ein Nebengebiet ihrer Forschung bildet die Suche nach Bakterien für Antibiotika. Einen
typischen Alltag zwischen Labor, internationalen Meetings, Förderanträgen oder Daten
sichern am PC gebe es damit in ihrem Job nicht. Einen
direkten Hebel sieht Nadine Präg im Unterrichten. Junge
Biologiestudierende an der Universität Innsbruck bewegen
etwas in der Zukunft, sagt sie. „Es endet nicht mit mir
und meinen Artikeln in Fachzeitschriften. Sondern junge
Menschen erfahren heute, was wir gestern herausgefunden haben. Das ist die Zukunft.“ Darum blicke sie positiv
voraus. Auch, wenn sie sich persönlich Sorgen mache um
den Klimawandel. Ihr beruflicher Hintergrund gebe ihr eine
optimistische Sichtweise: „Wir Menschen sind neugierig,
wir finden einen Weg. Und dann liegt es an uns allen, die Lösungen umzusetzen.“
Als Ausgleich zur Forschung spielt Nadine Präg Geige in einem Orchester. Auch da sei es
wie im Labor wichtig dran zu bleiben und geduldig zu sein. Auf die Montforter Zwischentöne freue sie sich nun sehr, sie komme immer wieder gerne in die Heimat Vorarlberg
und nach Feldkirch. Und als Teil der Temporären Univerität während des Festivals will sie
direkt mit Menschen in Kontakt kommen, von ihrer Arbeit erzählen und dafür sensibilisieren, wie die ganz kleinen Dinge Großes bewirken können.
„Wir Menschen
sind neugierig,
wir 昀椀nden
einen Weg.“
Nadine Präg bei den Zwischentönen
Temporäre Universität
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AUF SEITE 35
Mo, 16.11. um 19 Uhr
HANDELSAKADEMIE FELDKIRCH
Wissenschafts- und Diskussionsformat
Die MOZ laden einmal pro Jahr herausragende Köpfe mit Feldkircher Wurzeln zurück in
ihre Heimatstadt ein. Sie lassen uns einen Blick in ihre außergewöhnlichen Kompetenzfelder werfen und diskutieren mit uns aus ihrer Außenperspektive Entwicklungspotenziale von Feldkirch und der Region.
Die MOZ bringen die Expertin dieses Jahr mit Schulklassen zusammen, die auch Teil des
Publikums bilden. Im Vorlauf werden die Schüler:innen im Rahmen eines Workshops
mit Annette Raschner vorbereitet, um selbstbewusst ihre Fragen zu stellen.
MOZ - MONTFORTER ZWISCHENTÖNE MAGAZIN - N.02 - HERBST 2026
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