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Was bleibt von einem Moment, der eigentlich sofort wieder vergeht? Mit der Produktion „in the blink of an eye“
gehen die Montforter Zwischentöne dieser Frage dieses
Jahr nach – im Sommer ging es dafür in die Feldkircher
Altstadt, der Herbst soll im Montforthaus weitere Antworten bereithalten.
Blitzschnell, im Handumdrehen, in einem Augenblick: So oder so ähnlich lässt sich die
englische Redewendung „in the blink of an eye“ übersetzen. Bei den Montforter Zwischentönen steht „in the blink of an eye“ dieses Jahr als Titel über der Kernproduktion rund
um die beiden Festivalausgaben unter den Mottos „JETZT!“ und „und jetzt!?“. Initiiert und
produziert wurde das Projekt vom Künstlerischen Leitungsduo der MOZ, der Tänzerin
und Choreografin Silvia Salzmann und dem Konzertdesigner Folkert Uhde. „,In the blink
of an eye’ untersucht das Potenzial des gegenwärtigen Augenblicks und richtet den Blick
auf das Spannungsfeld zwischen Präsenz, Entscheidung und Vergänglichkeit“, beschreibt
Salzmann die Intention hinter der Performance.
Wer bei den Sommer-MOZ dabei war und sich den ersten Teil in der Innenstadt von
Feldkirch angesehen hat, konnte dies auf eindrucksvolle Weise erleben. Tänzer:innen und
Musiker:innen führten das Publikum mit abwechselnden Performances durch die Straßen und Gässchen.
Da ging es vorbei an Mauern, an die sich das Tanzensemble festklammerte, manchmal
an ihnen taumelte, sodass man Angst haben musste, jemand könnte jeden Augenblick
herunterfallen, nur, um dann zu sehen, dass sich die Tänzerinnen und Tänzer gegenseitig
halten oder plötzlich mutig herunterspringen. Auch wurden Innenhöfe zum Schauplatz,
in denen sich eine zarte, in Teilen improvisierte Melodie zwischen den Musiker:innen
entspann.
Ebenso spielten Durchgänge, in denen das Tanzensemble in verrückten Verrenkungen
ganze Türen bildete und diese verschloss, eine Rolle – oder Torbögen, unter denen sich die
Tänzerinnen und Tänzer wieder und wieder das Gefühl gaben, man könne sich aneinander anlehnen, nur um sich im nächsten Moment als tragende, menschliche Säule dem
oder der anderen zu entziehen. Der Augenblick, dieses „in the blink of an eye“, wurde in
dieser öffentlichen Performance sehr greifbar, zeigte aber auch, wie flüchtig die Gegenwart ist – und wie sehr sie einen in den Bann ziehen kann. All das mündete im finalen
Auftritt am Neumarkt-Brunnen, wo sich der Kammerchor Feldkirch, das Tanzensemble
und die Musiker:innen abschließend noch einmal zur großen Abschlussperformance
trafen.
MOZ - MONTFORTER ZWISCHENTÖNE MAGAZIN - N.02 - HERBST 2026
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