MOZ_sommer2026-web-300dpi - Flipbook - Page 23
ANDREAS HÖFER IM INTERVIEW
Solidarnósc-Bewegung (Anm.d.Red.: 1980 entstandene
polnische Gewerkschafts- und Massenbewegung, die den
Kampf gegen den Kommunismus anführte) „Strajk - Die
Heldin von Danzig“ an Originalschauplätzen in der
Stadt und seiner berühmten „Lenin-Werft“ gedreht. Da
sah alles noch so aus wie in den Achtzigern. Wir sind
morgens mit den Arbeitern in die Werft und abends
wieder herausgegangen. Das hat mich sehr bewegt, diese
Schiffe und der metallische Klang der Hämmer auf dem
Stahl sind Eindrücke, die bleiben.
Zweifelst Du auch manchmal an Deinen Bildern?
Man kann immer alles auch anders machen, das ist klar.
Wenn es aus Zeit- oder Wettergründen nicht so optimal
gelungen ist, wie man es sich vorgestellt hat, dann nützt
es ja nichts, sich darüber im Nachhinein zu grämen. Auf
das Bedauern darüber verschwende ich meine Energie
nicht, denn ich kann es nicht mehr ändern.
Hast Du Wünsche, welche Geschichten Du in Zukunft
noch erzählen willst?
Bisher sind die Geschichten ja immer zu mir gekommen, insofern bin ich kein Autor, sondern eher der, der
sich darauf einlässt, was mir vorgeschlagen wird – wenn
es passt. Gesellschaftlich relevante oder auch historischphilosophische Themen interessieren mich schon mehr
als die pure Unterhaltung. Aber ich habe auch sehr viel
Fernsehen gemacht, darunter auch Weihnachtsfilme,
TICKETINFORMATIONEN
AUF SEITE 31
die alle Jahre wieder laufen. Das ist jetzt vielleicht nicht
das, was man sich als Erstes aussuchen würde, aber im
Nachhinein stehe ich zu allen meinen Projekten und
kann immer sagen, was mich bewogen hat, zuzusagen.
Kommen wir zu den Zwischentönen: Da wird es ja kein
Drehbuch geben, alles wird mehr von Spontanität und
dem Moment geprägt sein. Fühlst Du Dich bei solchen
Projekten dann auch freier – oder ist eher das Umgekehrte der Fall?
Natürlich müssen wir uns – bevor wir die Kamera auf
eine:n Tänzer:in oder eine:n Musiker:in halten – sehr
intensiv austauschen und überlegen, was, wofür und
wozu. Letztlich ist
es für mich aber
kein Unterschied,
denn ich muss mir
wie beim Spielfilm
genauso einen Plan
machen, wo die
Kameras stehen und
was ich aufnehmen
möchte. Inhaltlich
ist es etwas anderes,
da es ja keine fertige
Geschichte ist, sondern eher ein Experimentierfeld sein
wird, bei dem ja auch Neues, nie Dagewesenes entsteht.
Ich bin gespannt darauf.
“Es wird ein
Experimentierfeld
sein, bei dem ja
auch Neues, nie
Dagewesenes
entsteht.”
Andreas Höfer bei den Zwischentönen
13.6. in the blink of an eye
12 UHR - START NEUSTADT BRUNNEN
Interventionen im Stadtraum
Überraschende Orte werden zur Bühne für Performances zwischen Tanz, Posaune,
Querflöte, Akkordeon und Kammerchor Feldkirch
14.6. in the blink of an eye
15 UND 17 UHR, START NEUSTADT BRUNNEN
Interventionen im Stadtraum
Überraschende Orte werden zur Bühne für Performances zwischen Tanz, Posaune,
Querflöte und Akkordeon
HIER GEHT´S
ZUM DIGITALEN
PROGRAMM
Hier gibt es die Gelegenheit, Andreas Höfer über die Schulter zu schauen. Das Endergebnis
gibt es dann im Herbst bei unserem zweiten Teil von „in the blink of an eye“ zu sehen.
MOZ - MONTFORTER ZWISCHENTÖNE MAGAZIN - N.01 - SOMMER 2026
23